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| Aus Heilbronn |
| Telefonseelorge - über 20.000 Anrufe im Jahr |
| 25jähriges Jubiläum der TS Heilbronn |
15 Stunden im Monat verbringen die ehrenamtlichen 41 Mitarbeiterinnen und 14 Mitarbeiter am Apparat der Telefonseelsorge (TS). Insgesamt waren es in den zurückliegenden 25 Jahren 187 Personen, die sich hier die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen angehört haben.
Ihnen, den ehrenamtlich Mitarbeitenden, vor allem galt der Dank des Leiters der TS Klaus Schwarz (Bild) beim Festakt zum 25jährigen Jubiläum der Heilbronner Telefonseelsorge im katholischen Gemeindehaus St. Peter und Paul. Insgesamt haben sie in der Heilbronner Telefonseelsorge in den 25 Jahren ihres Bestehens 201.596 Anrufe entgegengenommen
Im Herbst 1976 war die Einrichtung der Telefonseelsorge in Heilbronn von der evangelischen und der katholischen Kirche beschlossen worden. Am 1. April 1978 nahm sie dann ihren Dienst auf und ist abends unter der Nummer 80003 zu erreichen. Im ersten Monat kommen 57 Anrufe (heute sind es pro Monat 1.700). Seit 3. Juni 1980 ist sie dann rund um die Uhr erreichbar. Zeitgleich hatte die Telekom sie mit der neuen Nummmer 11101 aus dem neu eingeführten Zeittakt für Ortsgespräche herausgenommen.
Zwei einschneidende Änderungen machen gegenwärtig Probleme. So hat die Einführung der kostenlosen Rufnummer durch die Telekom seit 1. Juli 1998 (0800 1110111) zu einer Verdopplung der Anrufe geführt. Darüber hinaus steigt seit Einführung der Mobiltelefone die Zahl der „Spaßanrufe“ immer mehr. Beides Entwicklungen, die Festreferent Hannes Windolf von der Telefonseelsorge in Tübingen als Krise für die bisherige Arbeit sieht.
Dennoch sind in Heilbronn die ernsten Gespräche immer noch in der Mehrheit. Es geht darum, den Anrufern offen zu begegnen und Menschen in ernsten Notlagen zu helfen, zuzuhören und in Ruhe nach Auswegen aus der Krise zu suchen.
Fast alle Anrufer möchten anonym bleiben. Die meisten Probleme beziehen sich auf zwischenmenschliche Beziehungen, aber auch individuelle Sorgen spielen eine große Rolle. Fast zwei Drittel der Anrufenden sind weiblich, etwa 40 Prozent dürften zwischen 30 und 50 Jahren alt sein, 14 Prozent sind Jugendliche.
Den gesamten Jahresbericht 2002 der Telefonseelsorge Heilbronn gibt es auch als download (43KB)
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| geschrieben von Matthias Treiber am 05.07.2003 um 09:06 Uhr. |
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