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Aus der Diakonie 
Verbundausbildung der Jugendwerkstätten
Erfolgreiche Abschlüsse
Verbundausbildung der Jugendwerkstätten
„Am Anfang hat mich das Ganze ziemlich verwirrt. Mit den Jugendwerkstätten habe ich meinen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Dann haben sie mich dabei unterstützt, einen Betrieb zu finden, in dem ich den praktischen Teil meiner Ausbildung als Arzthelferin machen kann. Bei den Jugendwerkstätten hatte ich Seminartage, Fachunterricht und soziale Gruppenarbeit“. Franziska, die frischgebackene Arzthelferin blickt auf die letzten drei Jahre zurück: „Die Sozialpädagoginnen waren für mich da, wenn es etwas zu besprechen gab und wenn es mal schwierig wurde.“ Franziska hat vor kurzem mit 13 anderen Auszubildenden ihren Berufsabschluss in der ‚Ausbildung im Verbund’ erreicht.

Es waren Jugendliche mit ungünstigen Startbedingungen – schlechte Schulnoten, Ausbildungsabbruch, biografische Brüche. Ihr Ausbildungsgehalt und die Kosten für die sozialpädagogische Begleitung und die schulische Unterstützung wurden vom Arbeitsamt übernommen.

Für den Kooperationsbetrieb, zuständig für den praktischen Teil der Ausbildung, war dadurch das Risiko eines zusätzlichen Ausbildungsplatzes kalkulierbar.

Bei Problemen in der Schule oder im Betrieb schalten sich die Mitarbeiter der Jugendwerkstätten ein. Die Auszubildenden erhalten Nachhilfe. Bei privaten Problemen oder betrieblichen Schwierigkeiten sind die Sozialpädagoginnen Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. „Der regelmäßige Kontakt und Austausch zwischen den Auszubildenden, dem Ausbilder im Betrieb, den Lehrern in der Berufsschule sowie den Mitarbeitern der Jugendwerkstätten“ trägt mit zum Erfolg der Maßnahme bei“, so Anja Tettenborn, die zuständige Bereichsleiterin beim diakonischen Unternehmen de Jugendberufshilfe. „Die meisten Jugendlichen hätten die Ausbildung ohne diese Unterstützung nicht geschafft. Sie wären vom Praxisbetrieb wegen Fehlverhaltens oder schlechter schulischer Leistungen gekündigt worden oder sie hätten selbst nicht den langen Atem für drei Jahre Ausbildung gehabt,“ ergänzt Tettenborn.

Im September beginnen wieder 24 Jugendliche eine Verbundausbildung. Allerdings fördert das Arbeitsamt zunächst nur noch das erste Ausbildungsjahr; danach soll der Kooperationsbetrieb die Auszubildenden übernehmen oder es muss ein anderer Betrieb gefunden werden. „Das er-schwert natürlich die Suche nach geeigneten Ausbildungsplätzen, weil viele Betriebe eine Übernahme nicht in Aussicht stellen wollen oder kön-nen,“ so Michaela Bauer, Sozialpädagogin bei den Jugendwerkstätten.
Sie appelliert an die Bereitschaft der Betriebe, mit Unterstützung durch die Jugendwerkstätten auch schwächeren Auszubildenden eine Chance zu geben. Dann ist sie zuversichtlich, dass mit Beginn des neuen Ausbildungsjahrs alle Auszubildenden in Betrieben untergebracht sind.
Link: http://jws-hn.de
geschrieben von Rainer Hinderer am 14.08.2003 um 18:30 Uhr.
 
 

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