| Seit einigen Jahren besucht Pfarrer Jochen Zimmermann, Diakoniepfarrer des Kirchenbezirks Neuenstadt und Gemeindepfarrer in Gundelsheim, regelmäßig mit seinen KonfirmandInnen die Aufbaugilde in Heilbronn. So auch in diesem Jahr. Am letzten Schultag, dem 23. Juli, kam er am frühen Nachmittag mit seiner 20-köpfigen Gruppe in die Aufbaugilde-Kantine in der Austraße. Im Rahmen des Konfirmandenunterrichts stand auch bei diesem Besuch das Thema Diakonie und die Dienste der Kirche für bestimmte gesellschaftliche Gruppen, im Vordergrund.
Um die Besuche jugendgerecht und interessant zu gestalten wird je nach Themenschwerpunkt ein ehemaliger Obdachloser oder Langzeitarbeitsloser zu diesen Treffen gebeten. „Die Erzählungen über die individuellen Lebensschicksale und die Hilfemöglichkeiten der Aufbaugilde als diakonische Einrichtung hinterlassen bei den Jugendlichen nachhaltige Eindrücke“, resümiert Pfarrer Jochen Zimmermann. „Über Broschüren, Artikel und Informationsmaterialien können wir zwar die Informationen an die Menschen bringen, aber der persönliche Kontakt zu unseren Hilfebedürftigen und zu unserer Aufbaugilde prägt unsere BesucherInnen“, so Susanne Finkbeiner. Die ehemalige Geschäftsführerin der Aufbaugilde, ehemalige Synodale, langjähriges Kirchengemeinderatsmitglied der Kilianskirchengemeinde Heilbronn und Mitglied im Verein „Wohnungs- und Arbeitslosenhilfe Heilbronn/Franken e.V.“, dem alleinigen Gesellschafter der Aufbaugilde, gestaltet ehrenamtlich mit viel Spaß seit Jahren zusammen mit Pfarrer Jochen Zimmermann das informative und unterhaltsame Programm. Nach einem Rundgang durch die Arbeitshilfenbereiche, in denen die Teilnehmer an den diversen Projekten qualifiziert und beschäftigt werden, begeben sich die Gruppen zum Abschluss der Veranstaltung zum „FreizeitParadies am Neckar“ der Aufbaugilde. Hier können sich die Jugendlichen und natürlich auch ihre Begleitpersonen bei einer Bootsfahrt auf dem schönen Neckar erholen. Zwei Mitarbeiter der Aufbaugilde kümmern sich um die Vermietung der Boote und Rikschas und um den Verkauf von Eis und anderen Erfrischungen. Durch dieses Projekt, das durch Sponsoren und Spender unterstützt wird, wird es den beiden ehemaligen Langzeitarbeitslosen ermöglicht, bis zur Rente in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis zu arbeiten. Auf dem freien Arbeitsmarkt hätten sie mit inzwischen 64 und 58 Jahren keine Chance mehr auf eine Anstellung gehabt und wären auf Sozialhilfe bzw. Arbeitslosenhilfe angewiesen geblieben |