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Der Gesamtkirchengemeinderat bedankte sich mit langem Applaus. Nach neun Jahren als Vorsitzender wurde Prof. Fritz Rumold bei der Sitzung am 9. März verabschiedet. Zum Nachfolger wählte das Gremium Dr. Henning Hoffmann, der seit 1996 dem Kirchengemeinderat Nikolai angehört. Rumold hatte das Amt 2002 übernommen und in den vergangenen Jahren maßgeblich in verschiedenen Projektgruppen der Gesamtkirchengemeinde mitgearbeitet. In seinem Jahresbericht befasste sich Dekan Otto Friedrich dann mit den Zukunftsaufgaben der Heilbronner Kirche. Obgleich der demographische Wandel einen geordneten Rückbau der kirchlichen Strukturen in der Stadt verlange, dürfe die Qualität kirchlicher Arbeit dadurch nicht gemindert werden. So gehe es darum, „unserer Stadt eine Seele zu geben.“ Geistliche Angebote in der Kirche wie bei langen Einkaufsnacht Anfang März seien gefragt wie nie. Kirchen würden dabei allerdings eher als Kulturgüter verstanden, die offen sind für Formen privater Religiosität und zugleich Ausdruck kirchlichen Glaubenszeugnisses. Gerade die Generation der 50jährigen träten wieder in die Kirche ein, „weil sie meinen, dass die kulturelle Identität und die von den Kirchen vertretenen Werte wichtig für die Identität der Gesellschaft insgesamt seien.“ So seien in den vergangenen Monaten die Austrittszahlen auch wieder auf ein Normalmaß gesunken, nachdem sie wegen der missverstandenen Abgeltungssteuer Ende 2008 stark angestiegen waren. Inzwischen kehrten auch Familien wieder aus schwärmerischen Freikirchen zurück, um sich zum Erbe der Kirche zu bekennen, das als mit Sinn erfüllter Raum verstanden werde, zu dem man sich zugehörig fühle. Foto (v.l.): Prof. Fritz Rumold, Dekan Otto Friedrich und Dr. Henning Hoffmann Den Bericht von Dekan Friedrich finden Sie auf unserer Downloadseite.
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