
Aktuelle Informationen und Meldungen

Hier finden Sie aktuelle Meldungen - aus dem Kirchenbezirk Heilbronn, aus der Gesamtkirchengemeinde, aus Heilbronn, aus der Diakonie und aus den Kirchengemeinden. Möchte Sie eine aktuelle Meldung einstellen, dann klicken Sie bitte hier. Falls Sie noch keine Zugangsdaten haben, so können Sie diese per Mail erhalten.
| Aus dem Kirchenbezirk |
| Heilbronner Bezirkssynode befasst sich mit dem Thema der alternden Gesellschaft |
| Weiteres Thema: Der Religionsunterricht |
Mit den Herausforderungen und Veränderungen, die eine zunehmend älter werdende Gesellschaft mit sich bringt, befasste sich die Evangelische Bezirkssynode Heilbronn auf ihrer Frühjahrstagung am vergangenen Freitag. Die knapp hundert Delegierten der evangelischen Kirchengemeinden zwischen Bad Wimpfen und Ilsfeld trafen sich dazu in den Räumen des Sontheimer Pflegeheims „Haus am Staufenberg“.
Die Wahl des Tagungsortes wollte Pflegeheimseelsorger Christoph Hirsch auch als Zeichen der Anerkennung für die schwere Arbeit der Pflegenden verstanden wissen. Kirche, so forderte er, müsse öffentlich für diese eintreten und die Arbeit der Pflegeheimseelsorge in Kirche und Gesellschaft bewusst machen. Das Thema „Alter“ ist für den ehemaligen Dekan aus Neuenstadt dabei bibelgemäß, schließlich sei die Sorge für Ältere schon im vierten Gebot ein göttlicher Auftrag. Heutzutage müsse Kirche dazu beitragen, dass in der Gesellschaft nicht Alt gegen Jung ausgespielt werde.
Im Hauptreferat des Abends stellte Monika Bauer, Vorsitzende der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit, die neue Orientierungshilfe der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vor, die unter dem Titel „Im Alter neu werden können“ eine Neubestimmung kirchlicher Altenarbeit vornimmt.
Der demographische Wandel, den Martin Erdmann, Altenreferent des Landkreises Heilbronn, eindrucksvoll mit Zahlen belegte, biete, so Bauer auch Chancen. So gebe es zunehmend mehr Ältere, die ihre Kompetenzen in die Gesellschaft einbringen könnten. Alter sei heute nicht mehr nur von Hinfälligkeit geprägt, sondern im Gegenteil in seiner ersten Phase von einer großene Aktivität und Selbstorgansiation sowie der Bereitschaft, sich beim Eintritt in den Ruhestand für andere zu engagieren. In der Kirche würde dies noch zu wenig wahrgenommen, da immer noch das Bild vorherrsche, Ältere seien primär hilfsbedürftig und von Fragen angesichts der Endlichkeit des Lebens bestimmt. Dies treffe aber nur für die zweite und dritte Phase des Alters zu, in denen man sein Leben gerade noch selbst organisieren könne beziehunsgweise dabei auf Hilfe oder Pflege angewiesen sei.
Die Gesellschaft, so Bauer im Anschluss an das EKD-Papier, müsse sich als Gesellschaft für alle Lebensalter verstehen und die Chancen ergreifen, die in der Teilhabe vieler Älterer liege. Deshalb müssten starre Altersgrenzen zum Beispiel auch für Ehrenämter überwunden werden. Den Kirchen komme dabei unter anderem die Aufgabe zu, einen „dritten Sozialraum“ zwischen öffentlich und privat zu schaffen, die Nachbarschaft, in der Menschen sich umeinander sorgen und nacheinander schauen.
Richard Siemiatkowski-Werner vom Diakonischen Werk Heilbronn stellte Angebote der Seniorenarbeit in Heilbronn vor. Mit den „Jungen Senioren“ zum Beispiel sei eine erfolgreiche Vortragsreihe für Ältere etabliert, die sich selbst organisiere. Das „Forum Ehrenamt“ nehme die Anregungen der EKD-Denkschrift zur größeren gesellschaftlichen Teilhabe von Ruheständlern schon seit Jahren vorweg.
Einen Blick in die konkrete Arbeit der Altenheimseelsorge gewährte schließlich die scheidende Pflegeheimpfarrerin Bärbel Herrmann-Kazmaier. Der Kirchenbezirk müsse sich klar werden, welchen Dienste er in den Heimen an Gottesdiensten und Seelsorge leisten könne und wie dies in der gesamten kirchlichen Arbeit verankert werde.
Neben dem Thema „Älter werden“ warf die Bezirkssynode auch einen Blick auf die Situation in den Schulen. Turnusgemäß legte Schuldekan Gerhard Ruhl dazu die aktuellen Zahlen des Religionsunterrichts an den öffentlichen-allgemeinbildenden Schulen im Kirchenbezirk Heilbronn vor. Dabei ist durch die Bevölkerungsentwicklung die Zahl der evangelischen Schüler in den vergangenen fünf Jahren von 9.242 auf 7.819 gesunken. Abgemeldet vom Religionsunterricht sind dabei 211 Kinder und Jugendliche. Demgegenüber nehmen aber 1.514 Schüler am Religionsunterricht teil, die nicht evangelisch sind. Die hohe Zahl erklärt sich zum Teil dadurch, dass viele Kinder nicht getauft wurden, deren Eltern aber Wert auf religiöse Bildung legten.
|
|
|
| geschrieben von Matthias Treiber am 15.03.2010 um 08:02 Uhr. |
| |
| |
|
Zurück zur Übersicht
|


 |

Neue Gedanken auf unserer neuen Internetseite
von Pfarrer Matthias Treiber
weiter
|
 |
Termine |
| |
|
|