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| Aus der Diakonie |
| Assistierte Ausbildung |
| Chance für benachteiligte junge Menschen |
Auf dem Weg in den Beruf Die Jugendwerkstätten der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn e. V. unterstützen Jugendliche auf dem Weg in den Beruf. Erfolgreich im dritten Jahr läuft das Projekt „carpo“, das zielgerichtet auf Ausbildung vorbereitet und in der Ausbildung begleitet. Das Ministerium für Arbeit und Soziales, die Agentur für Arbeit, der Paritätische Baden-Württemberg und die Diakonie Württemberg tragen gemeinsam die Finanzierung und Durchführung. „Junge Menschen haben ein Recht auf ihre Chance für eine gute Ausbildung“, so Arbeits- und Sozialministerin Monika Stolz bei der Projektvorstellung. Im „Carpo-Projekt“ werden in Heilbronn jedes Jahr 14 junge Menschen auf die neue Ausbildungssituation vorbereitet, individuell gefördert und unterstützt und ihre Ausbildungsbetriebe werden professionell begleitet.
„Die assistierten Ausbildung ist nach den bisherigen Erfahrungen ein sehr geeignetes Instrument, um junge Menschen in besonderen Lebenslagen und mit speziellem Förderbedarf an die betriebliche Ausbildung heranzuführen“, so Rainer Hinderer, Vorstand bei der Diakonischen Jugendhilfe. Das Angebot wendet sich besonders an Altbewerber, junge Mütter und Väter sowie junge Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte. Die Diakonische Jugendhilfe Heilbronn e. V. hat auch gute Erfahrungen in der Vermittlung junger Menschen in geschlechteruntypische Berufe: dies könnte z. B. eine junge Frau in einer Sattlerei sein oder ein junger Mann im Verkauf.
Fachliche Begleitung Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer werden während Vorbereitung und Ausbildung fachlich begleitet. So wird mit ihnen ein Eignungsprofil erstellt und ein passendes Betriebspraktikum gesucht. Außerdem können beispielsweise die Sprachkenntnisse gefördert oder Beratung zum persönlichen Lebensumfeld genutzt werden. Die Teilnehmer der ersten Jahrgänge wurden gut vermittelt, viele geben an, ohne das Projekt ihre Ausbildung nicht gemacht zu haben. „Auch die Betriebe nehmen aktiv und viel öfter als bei anderen Projekten von sich aus den Kontakt mit uns auf“, kommentiert Projektmitarbeiterin Dorothea Simon ihre Erfahrungen mit der assistierten Ausbildung. Und was zu Beginn leicht aussieht, kann im Laufe der Ausbildungsdauer doch Turbulenzen mit sich bringen: dies wissen vor allem die jungen Alleinerziehenden. „Durch die regelmäßigen Gespräche mit meiner Sozialpädagogin fiel mir die Doppelbelastung durch Betrieb und Kindererziehung leichter“, sagt Juliana Ackermann.
Ausblick Das Projekt wird im dritten Jahr durchgeführt, die Akzeptanz ist groß. Im Vorgängerprojekt gaben 98% der Betriebe ihre Bereitschaft an, wieder eine assistierte Ausbildung anzubieten. Inzwischen wurden sogar zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt. Finanziert wird erstmalig unter Beteiligung der Arbeitsagenturen und Jobcenter. Die Durchführung liegt beim Paritätischen und der Diakonie Württemberg, vor Ort bei der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn. „Damit ist der Einstieg in ein flächendeckendes Angebot der assistierten Ausbildung vorbereitet“, sagte die Ministerin für Arbeit und Soziales. Baden-Württemberg werde auch künftig im Rahmen der Förderung durch den Europäischen Sozialfonds einen Schwerpunkt auf die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit setzen.

(Foto: Alessia Bonomo, Oksana Altyskin, Katharina Parygin und Ramona Hümpfner im Gespräch mit Dozent Rüdiger Braun in den Jugendwerkstätten.)
Info
Interessierte erfahren Näheres bei der Diakonischen Jugendhilfe Region
Heilbronn e.V., Telefon: 07131/ 203 53 - 13.
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| geschrieben von Rainer Hinderer am 15.04.2010 um 08:49 Uhr. |
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